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Reinraumtextilien fungieren gleichermaßen als Filter wie auch als temporärer Speicher. Als migrationssicherer Hochleistungsfilter halten sie – trotz Kleidungsbewegung - die vom Menschen emittierten Partikel, vornehmlich Hautteilchen und Fasertrümmer, zurück. Der Mensch emittiert pro Minute einige hunderttausend bis einige Millionen dieser Partikel, deren Größe zwischen einem Zehntel und einem Hundertstel des Durchmessers von Menschenhaar beträgt. An ihrer Funktion als temporärer Speicher beteiligen sich die Poren und die Oberfläche des Textils: In den Poren lagern in Form von Restkontamination die Waschrückstände vorangegangener Pflege-Behandlungen. Auf der Oberfläche befinden sich – adhäsiv angelagert – die aus der Umgebung stammenden Schmutzteilchen und partikelförmige Produktionsrückstände. Die filternde und speichernde Funktion der Reinraumtextilien ist nicht beliebig lang gewährleistet, sondern hält, je nach Einsatzzweck und Dauer, nur für einige Stunden bis wenige Tage an. Danach muss der Filter/Speicher regeneriert, d.h. die Textilie dekontaminiert werden. |

